Die Angst im Angesicht des Todes
Für viele von uns Menschen ist der Tod ein Tabuthema. Ungern möchten wir uns mit ihm beschäftigen, und rückt er unerwartet in unser nahes Umfeld, fühlen wir uns gelähmt und ohnmächtig. Auch kostet es uns Kraft und viel Überwindung, sterbende Menschen zu begleiten. Der Tod erscheint uns als ein ungerechter Gegner, der die Frechheit besitz, geliebte Menschen einfach aus dem Leben zu nehmen.
So gibt es auch Menschen, die am Leben klammern und einfach nicht gehen wollen. Oft durchlaufen sie dabei einen langen qualvollen Sterbeprozess, der von Angst durchtränkt ist.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Häufig bedauern sie etwas in ihrem Leben nicht getan zu haben, oder auch etwas verpasst zu haben. Sie haben sich möglicherweise auch nie mit dem Sterben beschäftigt, und das Thema immer verdrängt. Sie wissen nicht genau was auf sie zukommen wird, und auch fehlt ihnen der Kontakt zu ihrer inneren seelischen Führung.
Doch das alles muss nicht sein. Wenn wir zu Lebzeiten bereit sind an unserem Bewusstsein zu arbeiten, können wir einen gänzlich anderen Zugang zu dem Thema Tod bekommen.
Sterben inmitten des Lebens, damit wir leben können
In unserem Bewusstsein liegt somit der Schlüssel, leichter und angstfrei zu sterben.
Der beste und einfachste Weg, womit wir starten können, ist zu Lebzeiten unseren Tod zu meditieren. In diesem Training geht es darum, uns von unserem Ego mit all seinen Dramen, Erwartungen und Bedürfnissen zu lösen. Nur unser Ego klammert und möchte uns aus seiner Unbewusstheit heraus nicht sterben lassen.
Dieser Meditations-Prozess kann uns auch viel näher an unsere Lebensaufgabe heranführen. Dies beschreiben z.B. die Lebensaufgaben aus dem Face Reading „Der Meister des Brunnens“ und „Das Grab des Gesichtes“. In diesen Aufgaben erkennen wir den größten Schatz unseres Lebens in der Konfrontation mit dem Tod. Tatsächlich ist es so, dass Menschen die zu Lebzeiten sterben lernen, in einen viel tieferen erfüllten Kontakt zu ihrem Leben kommen können.
Haben wir unseren Tod meditiert und unser Ego demaskiert, verlieren wir die Angst vor dem Sterben. Wir sind viel präsenter im Hier und Jetzt und können mit mehr Lebendigkeit und Begeisterung unser Leben leben.
Nichtsdestotrotz macht es Sinn, uns unseren Herz-Bedürfnissen zuzuwenden. Es gibt viele Bücher auf dem Markt, die beschreiben, was Sterbende bereuen nicht in ihrem Leben getan zu haben. Damit uns das nicht passiert, sollten wir uns erlauben jetzt zu Lebzeiten mutige Schritte zu gehen, und uns um unsere Herzensangelegenheiten kümmern. Leben wir diese im Einklang mit unserer Lebensaufgabe und unseren Potentialen, werden wir am Ende unserer Tage nichts vermissen oder bereuen nicht getan zu haben.
Wie energetische Verstrickungen uns ungewollt ans Leben binden
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Vorbereitung auf unseren Sterbeprozess ist das Auflösen von energetischen Verstrickungen. Wir Menschen sind in vielerlei Hinsicht energetisch mit unseren nahen Mitmenschen verbunden. Wenn wir aus einer anderen Ebene darauf schauen und Kenntnisse über die Matrix haben, können wir erkennen, dass wir nicht nur verbunden, sondern auch verstrickt sind. Das ist die sogenannte Familienmatrix, eine Matrix in der Matrix, die nichts mit dem Menschsein und Familiensystemen im Ursprung zu tun hat.
Wenn wir ganz ehrlich sind, können wir dieses zwischenmenschliche Dilemma in allen Beziehungen und Familien erkennen. Es gibt keine Familien ohne Trauma und Dramen. Energetische Verstrickungen gibt es in unterschiedlichen Variationen mit unterschiedlicher Wirkkraft. So können Seelenanteile unserer Familienmitglieder in uns sein und auch andersherum. Je größer das Gift in den Beziehungen ist, desto größer ist auch der Anteil von Fremdenergien und Besetzungen.
Wenn wir nicht daran arbeiten uns der Familienmatrix abzukoppeln und die Verstrickungen auflösen, bleiben wir energetisch aneinander kleben. Genau dieser Zustand wird zu einem echten Problem bei einem Menschen, der sich im Sterbeprozess befinden.
Es empfiehlt sich mit energetischen Ablöseprozessen zu arbeiten, damit dies nicht geschehen muss. ( https://patricknehls.de/6-gruende-warum-es-sich-lohnt-energetische-abloeseprozesse/ )
Wenn wir aktuell einem sterbenden Menschen beistehen und er schmerzhaft klammert, können wir ihn mit einem Ablöseprozess energetisch unterstützen. Dazu ist auch der Prozess „Befreiung aus den Ahnenlinen“ hilfreich. ( https://patricknehls.de/heilung-der-ahnenlinien/ ) Dazu sollten wir den Sterbenden Fragen, ob er eine energetische Unterstützung annehmen mag. Die Erfahrung hat gezeigt, dass mit Hilfe der Prozesse oftmals ein leichteres Sterben möglich ist.
Auch helfen uns selbst die Prozesse den Sterbenden viel leichter gehen zu lassen, sollten wir an ihm klammern. Das heißt, dass es auch manchmal aufgrund der Verstrickungen an uns liegen kann, dass ein geliebter Mensch nicht gehen kann.
Wohin möchtest du sterben?
Die nächste Frage, die wir uns stellen können, ist wohin wir sterben möchten. Energetische Verstrickungen und auch viele gängige Glaubenssysteme binden uns an die Matrix. Viele Menschen identifizieren sich mit den religiösen Programmen der Matrix und haben ihren Frieden damit. Möchten sie in der Matrix bleiben, ist das auch völlig in Ordnung. Wir können niemanden seinen Glauben nehmen und dürfen jeden Menschen in seiner eigenen Entwicklung frei lassen. Wählen die Menschen diesen Weg, sterben sie innerhalb der Matrix und bleiben auch in ihr, da sie ihre Zustimmung den religiösen Systemen und den Wesenheiten dahinter gegeben haben.
Möchten wir uns hier vollständig lösen, können wir aus der Matrix raus sterben und uns sozusagen befreien. Dann befinden wir uns wieder in unserer ursprünglichen kosmischen Einheit und können frei unseren Weg durch die Universen wählen. Diese Erkenntnis zeigt uns im Grunde auf, dass es gar keinen Tod gibt, wodurch sich die Frage stellt, wovor wir eigentlich Angst haben.
Und so zeigt sich erneut, dass es unser unbewusstes Ego ist, welches in der Angst steckt. Die energetischen Verstrickungen erledigen den Rest und binden uns an die Strukturen und das irdische von der Matrix infiltrierte Familiensystem.
Für jeden der angstfrei gehen möchte und weiß, dass es keinen Tod gibt, können die hier genannten Hinweise eine große Erleichterung liefern. Es macht somit Sinn, dass wir uns rechtzeitig mit diesem Thema beschäftigen und nicht erst dann, wenn unsere letzten Tage gekommen sind.
Abschließend sei gesagt, dass der Tod im Grunde etwas wunderschönes ist, insbesondere wenn wir den Weg aus der Matrix wählen. Und er ist zu Lebzeiten der größte Meister den wir haben, um wirklich hier wachsen zu können und uns mit unserer Lebensaufgabe zu verbinden. Überwinden wir die Angst vor dem Tod, haben alle anderen Ängste keine wirkliche Bedeutung mehr für uns. So ist es uns möglich einen wahren inneren Frieden zu finden und diesen auch zu leben.


